{"id":217,"date":"2013-12-03T23:22:37","date_gmt":"2013-12-03T22:22:37","guid":{"rendered":"http:\/\/www.wrs-spiele.at\/wordpress\/?page_id=217"},"modified":"2013-12-03T23:22:37","modified_gmt":"2013-12-03T22:22:37","slug":"relevantes-fuer-anfaenger","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/www.wrs-spiele.at\/wordpress\/?page_id=217","title":{"rendered":"Relevantes f\u00fcr Anf\u00e4nger"},"content":{"rendered":"<p><em><\/em><b><a href=\"http:\/\/www.wrs-spiele.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/leifaden.jpg\"><img loading=\"lazy\" alt=\"leifaden\" src=\"http:\/\/www.wrs-spiele.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/leifaden.jpg\" width=\"100\" height=\"148\" \/><\/a>\u00a0 LEITFADEN F\u00dcR SPIELEERFINDER\u00a0<\/b><\/p>\n<p>Eine Initiative des Ravensburger Spieleverlages. Allen angehenden Spieleautoren und Entwicklern von Spielideen kann nur dringend angeraten werden, dieses Buch unbedingt zu lesen.<\/p>\n<p>Dieses wichtige\u00a0 Taschenbuch wurde von Tom Werneck einem der weltweitf\u00fchrenden Spielexeperten verfasst und ist das Grundlagen- werk f\u00fcr Spieleautoren.<br \/>\nEs ist bereits in der sechsten, \u00fcberarbeitete Auflage 2007 im Ravensburger Spieleverlag erschienen.<br \/>\nDer Autor des Buches Tom Werneck ist einer der f\u00fchrenden Spielerezensenten in Deutschland. Er geh\u00f6rt zu den Gr\u00fcndungsmitgliedern der Jury \u201eSpiel des Jahres&#8220;, ist Mitbegr\u00fcnder des Deutschen Spielearchivs in Marburg\u00a0 und Leiter des Bayrischen Spielearchivs in Haar.<br \/>\nTom Werneck\u00a0 hat selbst \u00fcber 40 Spiele entwickelt und mehrere B\u00fccher \u00fcber Spiele geschrieben.<br \/>\nIn der zuletzt \u00fcberarbeiteten und aktualisierten Fassung des LEITFADEN F\u00dcR SPIELEERFINDER gibt\u00a0 Werneck wertvolle Hinweise auf der Basis seiner in \u00fcber drei Jahrzehnten gesammelten Erfahrung.<br \/>\n6. Auflage 2007, Ravensburger Spieleverlag GmbH, Artikelnummer 26 899-3<\/p>\n<p>Bestellen k\u00f6nnen Sie den Leitfaden unter anderem auch im<br \/>\n\u00d6sterreichischen Spiele Museum <a title=\"Leitfaden bestellen\" href=\"http:\/\/www.spielemuseum.at\/leitfaden\/leitfaden.asp\" target=\"_blank\">http:\/\/www.spielemuseum.at\/leitfaden\/leitfaden.asp<\/a><\/p>\n<h3><b>Hinweise und Tipps f\u00fcr Spielerfinder<\/b><\/h3>\n<p>Meine obersten drei Prinzipien beim Entwickeln von Spielen die nicht nur f\u00fcr den Eigengebrauch bestimmt sind lauten:<\/p>\n<p><strong>Prinzip 1 &#8211; Der Geschmack der Spieler ist wichtig &#8211; nicht der Eigene!<\/strong><\/p>\n<p>Nicht der eigene Geschmack ist das wichtigste. Ich will ja die Spielidee verkaufen oder in weiterer Folge sogar das Spiel selbst verkaufen, dazu ist also notwendig zu sehen, wie kommt meine Spielidee an.<br \/>\nSo unglaublich es f\u00fcr Anf\u00e4nger klingt, Schulterklopfen von Freunden die Dir sagen das Spiel ist super, grossartig und sonstige Attribute verwenden, sind wertlos. Das w\u00e4re nur bei einem perfekten Spiel so. Meiner Meinung nach gibt es kein perfektes Spiel. Es gibt miese, spielbare, gute, sehr gute und ausgezeichnete Spiele, aber keine Perfekten.<\/p>\n<p>Daher bringen Dir negative Kritik viel mehr, sofern diese Kritik konstruktiv ist. Zum Beispiel wenn ein Testspieler sagt: &#8222;Die Idee ist nett, zu Beginn macht es viel Spass aber gegen Ende ist es etwas langweilig, weil &#8230;&#8220; Die Punkte .. stehen hier f\u00fcr das was ihm nicht gefallen hat. Deine Aufgabe ist es dies genau zu analysieren und eine L\u00f6sung zu finden wie du diesen Mangel \u00e4ndern kannst.<\/p>\n<p><strong>Hinweis:\u00a0<\/strong>\u00a0Nicht immer sofort alles \u00e4ndern, es kann ja sein, das nur der eine Spieler dieses Problem so sieht, h\u00f6rst Du es jedoch \u00f6fters dann stimmt es und Du musst eine L\u00f6sung daf\u00fcr suchen.<\/p>\n<p><strong>Prinzip 2 Testen, Testen, Testen<\/strong><\/p>\n<p>Zuerst hast Du hoffentlich eine geniale Idee f\u00fcr ein neues Spiel, einen neuen Mechanismus, eine neue Kombination bekannter Mechanismen oder irgend etwas was Deine Spielidee hoffentlich zu etwas besonderm macht. Als Spieleautor solltest Du neue Spiele entwickeln und nicht Variationen bekannter Spiele.<\/p>\n<p><strong>Hinweis:<\/strong> Mensch \u00c4rger Dich Varianten oder Monopoly Clons sucht kein Verlag.<\/p>\n<p>Wo ist nun das zweite Prinzip, hier kommt es. Du hast deine hoffentlich geniale Idee in einen spielbaren Prototyp umgesetzt und nun hei\u00dft es spielen, spielen, spielen. Das Spiel mit m\u00f6glichst vielen verschiedenen Spielern testen. Wichtig ist es Fehler im Spielablauf zu finden, wie ist der Spannungsbogen im Spiel, gibt es Phasen wo sich die Spieler langweilen.<\/p>\n<p>Nur durch soviele Testspiele wie m\u00f6glich kannst Du eine gute Einsch\u00e4tzung deines Spiels erhalten. Versuche dabei auch die Testspieler einzusch\u00e4tzen, ob sie der Zielgruppe angeh\u00f6ren, die dein Spiel kaufen w\u00fcrden. Du solltest auch einfache Spiele mit erfahrenen Spielern testen, wozu ist das n\u00f6tig, die kaufen es doch meist nicht, nein vermutlich kaufen sie es nicht, aber diese sind viel besser darin Fehler im Spielablauf aufzuzeigen, da diese im Versuchen die Grenzen eines Spiels auszuloten und f\u00fcr ihre Taktik bzw. Strategie im Spiel zu nutzen.<\/p>\n<p>Daher wenn mich jemand fragt was ist das wichtigste beim Spieleentwickeln,\u00a0\u00a0Testen, was ist das zweit wichtigste Testen, was ist das dritt wichtigste testen, testen, testen&#8230;<\/p>\n<p><strong>Prinzip 3 Erwarte nicht das nun alles geschafft ist!<\/strong><\/p>\n<p>Du hast Deiner Meinung nach nun ein Spiel das Du einem Verlag vorstellen willst.<\/p>\n<p>Sende <strong>niemals<\/strong> unaufgefordert ein Spiel an einem Verlag. Sondern nimm vorher schriftlich oder\u00a0per Mail Kontakt mit dem Verlag auf, beschreibe in kurzen S\u00e4tzen deine Spielidee und f\u00fcge eventuell als Anhang die Spielanleitung bei.<\/p>\n<p>Habe keine Angst, das irgend jemand in der Spielebranche Deine Idee stiehlt. Die Spielebrache ist klein und sowas ist f\u00fcr alle Verlage uninteressant.<\/p>\n<p>Informiere Dich via Internet, Spielwarenhandel, Kataloge etc. \u00fcber die Verlagsprogramme aller bekannten\u00a0und auch der Dir zun\u00e4chst vielleicht noch unbekannten Verlage.<\/p>\n<p>Sieh Dir an welche Spiele sie publizieren und \u00fcberlege Dir genau, welche Verlage f\u00fcr deine Spielidee in Frage kommen.<\/p>\n<p>Entscheide Dich f\u00fcr einen dieser Verlage und sende diesen eine eMail an die hoffentlich auf der Webseite dieses Verlages angef\u00fchrte E-Mail Adresse, in der Du Dein Spiel in kurzen, wenigen aber gut erkl\u00e4renden S\u00e4tzen beschreibst und versuche dabei hervorzuheben was an Deinem Spiel so besonders ist. Wenn Du binnen\u00a04 Wochen keine Antwort erh\u00e4ltst, frage per eMail nach ob Deine eMail beim Verlag eingegangen ist.<\/p>\n<p>Wenn der Verlag Interesse hat sende bitte ein komplett spielbares Spiel, also inklusive allen erforderlichen Spielmaterials, die Redakteure senden Dir unkomplette Spiele sofort meist ohne Komentar zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Der beste Weg f\u00fcr Anf\u00e4nger besteht jedoch darin an einem Spieleautorentreffen teilzunehmen, dort kannst Du allen anwesenden Redakteuren Deine Spieleidee pr\u00e4sentieren. Allen Neuligen w\u00fcrde ich diesen Weg f\u00fcr ihr erstes Spiel empfehlen, da sie so erstens Redakteure pers\u00f6nlich kennenlernen und zweitens die M\u00f6glichkeit haben ihre Spieleidee mehreren Verlagsvertretern zu zeigen.<\/p>\n<p>Nicht glauben das ein Spiel ver\u00f6ffentlicht wird, weil es ein Verlagsvertreter mitgenommen hat, alle Spieleverlage erhalten pro Jahr teilweise mehrere hundert Spieleideen und ver\u00f6ffentlichen davon nur einen geringen Anteil.<\/p>\n<p>Aber auch wenn Du eine Absage erh\u00e4ltst ist das Spiel noch nicht gestorben, versuche es bei einem anderen Verlag oder nimm \u00c4nderungen vor &#8211; da gilt nat\u00fcrlich wieder testen, testen, testen &#8211; und nimm mit dem Redakteur des Verlages wieder Kontakt auf und frage nach ob Intresse besteht die neue Version des Spiels zu testen. Wenn dies verneint wird, probiere es bei einem anderen Verlag.<\/p>\n<p>Glaube an Deine Spieleidee, aber wenn mehrere Verlagsredakteure Dir von einer Spielidee abraten, dann lege das Spiel zur Seite beginne eine neue Spieleidee und vielleicht kannst Du es in ein paar Jahren neuerlich versuchen.<\/p>\n<p>Ein gutes Beispiel wie lange es dauern kann bis eine Spielidee ver\u00f6ffnetlicht wird, ist das bekannte Spiel Puerto Rico von Andreas Seyfarth erschienen bei Alea 2002, f\u00fcr welches er angeblich 7 Jahre brauchte um es bei einem Verlag unterzubringen.<\/p>\n<p><strong>\u00a0Geheimhaltung &amp; Tantiemen<\/strong><\/p>\n<p>Immer wieder tauchen Neulinge auf und wollen Geheimhaltungserkl\u00e4rungen unterschrieben haben, damit sie ihr Spiel einem Verlag zeigen.<\/p>\n<p>Mit solchen Aktionen ver\u00e4rgerst Du die Redakteure nur und zeigst das Du Dich in der Spielebranche nicht auskennst.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem w\u00e4re ein solches Geheimhaltungsabkommen wertlos, wie will man beweisen, das eine Geheimhaltungserkl\u00e4rung f\u00fcr ein bestimmtes Spiel gilt, wenn man die Spielregeln des Spiels nicht kennt und wer unterschreibt eine Erkl\u00e4rung im nachhinein.<\/p>\n<p>Niemand wird Dir Deine Spielidee stehlen. Wenn Du trotzdem Angst hast, die gr\u00f6\u00dfte Sicherheit ist Dein Spiel m\u00f6glichst vielen Personen in der Spielebranche zu zeigen, dann hast Du Personen die bezeugen k\u00f6nnen, das sie die Spieleidee bei Dir zu einem bestimmten Zeitpunkt gesehen haben.<\/p>\n<p>Eine weitere M\u00f6glichkeit besteht darin einen Prototyp an das \u00d6sterreichische Spiele Museum zu senden, ab dem Eingangsdatum des Prototyps ist jederzeit feststellbar, das Du der Autor einer bestimmten Spieleidee bist.<\/p>\n<p>Ich habe so etwas nur bei meinem ersten Spiel als Neuling getan, seitdem sch\u00fctze ich mich \u00fcberhaupt nicht.<\/p>\n<p>Wozu auch in der Spielebranche geht es ehrlich zu und die Tantiemen f\u00fcr einen Spieleautor belaufen sich auf 2 bis max 6% \u00fcblich sind 4% des Nettoabgabepreises des Spiels vom Verlag an die H\u00e4ndler.<\/p>\n<p>Bei einem Spiel das im Handel \u20ac 20.- kostet liegt der Abgabepreis irgendwo um die \u20ac 10.-, wenn der Verlag also als Erstauflage 5.000 St\u00fcck produziert, sind die Autorentantiemen bei 4% etwa \u20ac 2.000.- Voraussetzung es w\u00fcrden alle 5.000 St\u00fcck verkauf.<\/p>\n<p>Warum sind es sowenig %, der Aufwand den ein Spieleverlag hat ist hoch, er muss die entsprechenden Spielmaterialen besorgen, eventuell Werkzeug herstellen lassen,\u00a0 damit das Spiel \u00fcberhaupt produziert werden kann.<\/p>\n<p>Damit ein Spiel produziert werden kann sind viel mehr Personen besch\u00e4ftigt, als wenn man zum Beispiel ein Buch ver\u00f6ffentlichen will.<\/p>\n<p>Weiters unterliegt der Verlag sehr vielen Auflagen zum Schutz von Kindern und Personen, weshalb er sehr viele Vorschriften einhalten muss und oft auch verschiedene Zertifikate braucht um das Spiel \u00fcberhautpt publizieren zu d\u00fcrfen.<\/p>\n<p>Weitere Hinweise, Infos und Anregungen findest Du im oben angef\u00fchren Leitfaden f\u00fcr Spieleerfinder.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00a0 LEITFADEN F\u00dcR SPIELEERFINDER\u00a0 Eine Initiative des Ravensburger Spieleverlages. 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